Die Heckrinder als Rasse

Das Heckrind gilt als Hausrindrasse (Bos primigenius taurus) und stammt vom 1627 ausgestorbenen Auerochsen (Bos primigenius primigenius) ab.
Es ist eine Kreuzung vieler europäischer Rinderrassen aus dem in den 1920 er Jahren noch vorhandenen Genmaterial, und wurde durch die Brüder Heinz und Lutz Heck gezüchtet. Die heutige Population von 2000 bis 3000 Tieren stammt vermutlich aus den 40 Exemplaren des Münchener Tierparks Hellabrunn, die den zweiten Weltkrieg überlebt hatten.

Die Heckrinder haben eine Widerristhöhe von 1,30 bis 1,50 Meter und wiegen 550 bis 900 kg. Markant und auffallend sind die langen, nach vorn gekrümmten Hörner und die starke Nackenmuskulatur bei älteren Tieren. Es sind genügsame und friedliche Rinder für die ganzjährige Freilandhaltung. Sie liefern ein hübsch marmoriertes und schmackhaftes Fleisch.

Optimal für ihre Lebensweise ist das Beweiden von Offenland bestehend aus Grasfluren und Gehölzen (Knicks) als Ruhezone sowie Witterungsschutz. Bei ungünstiger Witterung und Kälteabschnitten ziehen sie sich gern in breite Knicks oder lichte Wälder zurück, die meist ausreichend Schutz bieten.
Von Ihrem Charakter her vertragen Sie sich gut mit weiteren Grasfressern (Herbivoren) wie Pferden oder Schafen.